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14.05.2010

Nahles: Kirche wird aus schwerer Bewährungsprobe herausfinden

SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles erwartet nach den Missbrauchsfällen eine neue grundsätzliche und offene Diskussion in der katholischen Kirche. Nach ihren Erfahrungen als katholische Christin sei in den Gemeinden in den "letzten zehn Jahren" nicht mehr über Fragen wie Sexualität oder Zölibat gesprochen worden, sagte Nahles am Donnerstag bei der Auftaktveranstaltung des Forums "Kirche der Zukunft" beim 2. Ökumenischen Kirchentag in München. Die Kirche werde dann die Kraft finden, ihre schweren Bewährungsproben zu bestehen. Denn sie könne sich darauf verlassen, dass "Gott sich nicht abwendet".


Der katholische Sozialethiker Gerhard Kruip von der Universität Mainz sagte, die römisch-katholische Kirche leide an einer "Doppelmoral". Nach den in den vergangenen Monaten bekanntgewordenen Vorkommnissen müsse sich an Zölibat und Sexualmoral "dringend etwas ändern". Dabei sollten weltfremde und überzogene Normen aufgegeben werden.

Bei der Podiumsdiskussion in der Münchner Matthäuskirche, der evangelischen Bischofskirche, sagte der bayerische Finanzminister Georg Fahrenschon (CSU), dass Kirche und christlicher Glaube mit ihrem weltweiten Verantwortungsbewusstsein ein Vorbild für die aus den Fugen geratenen Finanzmärkte sein könnten. Wenn in der Finanzwirtschaft weiterhin das Prinzip gelte, dass Risiko losgelöst sei von Verantwortung, drohe ein Fiasko, sagte der Minister. (Quelle: epd)





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