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15.05.2010

Veranstalter: Kirchentag großer Erfolg - Über 130.000 Dauergäste

Die Veranstalter haben den 2. Ökumenischen Kirchentag in einer Bilanz als "großen Erfolg" und "großartiges ökumenisches Ereignis" bewertet. Katholiken und Protestanten plädierten für einen weiteren ÖKT. Nach Angaben vom Samstag kamen seit Mittwoch mehr als 130.000 Dauerteilnehmer und Zehntausende Tagesgäste zu den mehr als 3.000 Veranstaltungen.


Alois Glück, Eckhard Nagel (© W. Witte)

Alois Glück, Eckhard Nagel (© W. Witte)

Der evangelische ÖKT-Präsident Eckard Nagel sagte vor Journalisten, das Treffen habe die Ökumene vorangebracht. Sein katholischer Kollege Alois Glück bewertete es als "beeindruckendes Bekenntnis zur Gemeinschaft im Glauben". Erzbischof Robert Zollitsch sprach als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz von ermutigenden Tagen, die neue Gemeinschaft über Generationen und Konfessionen hinweg gebracht hätten. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Nikolaus Schneider, lobte die Einbeziehung der Orthodoxie. Er widersprach Berichten, bereits für einen 3. ÖKT im Jubiläumsjahr der Reformation 2017 plädiert zu haben.

Beide Präsidenten sahen in dem Treffen ein Ermutigung in Zeiten der Verunsicherung. Der Kirchentag, so Nagel, habe keine "vereinfachenden Botschaften" in der Finanzkrise, fordere aber soziale Gerechtigkeit. Dafür stehe die Ankündigung eines neuen Sozialworts der Kirchen. Glück ging auf das Thema Missbrauch ein. Dieses sei beim ÖKT präsent gewesen, habe ihn aber nicht dominiert. Zollitsch sagte dazu, die katholische Kirche wisse um ihre Verantwortung für Opfer und Aufarbeitung: "Wir wollen mit Hochdruck und Nachdruck daran arbeiten, dass solche Dinge nicht mehr vorkommen."

Audio: Alois Glück über Ökumene




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